Plentymarkets Alternativen 2026: Welche Plattform passt zu dir?

Die besten Plentymarkets Alternativen im Vergleich: Kosten, Komplexität, Performance und für wen sich welches Shopsystem lohnt. Mit ehrlicher Empfehlung.

Richard Roth

Richard Roth

SEO & GEO Strategist

2. August 2026

10 Min. Lesezeit

Plentymarkets Alternativen im Vergleich mit Shopify und weiteren Shopsystemen

Plentymarkets kann fast alles: Shop, Warenwirtschaft, Marktplätze, alles in einem System. Genau das ist aber oft das Problem. Wer eigentlich nur einen schnellen, gut konvertierenden Shop will, kämpft mit einer schweren All-in-One-Plattform, einem langsamen Frontend und einer steilen Lernkurve.

Kein Wunder, dass viele Händler nach einer Alternative schauen, die schlanker ist und trotzdem mitwächst. Schauen wir uns die besten Plentymarkets-Alternativen an: was sie können, wo ihre Grenzen liegen und für wen sich welches System wirklich lohnt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Shopify ist für die meisten Plentymarkets-Shops die naheliegendste Alternative: gehostet, schnell, ab 36 Euro im Monat und Amazon oder eBay bindest du über Apps weiter an.
  • JTL und Adobe Commerce (Magento) sind die Ausnahmen: Wenn deine Warenwirtschaft oder sehr großes Enterprise-B2B im Kern stehen, ist Shopify nicht automatisch die beste Wahl.
  • Shopware bleibt die Wahl, wenn du self-hosted Kontrolle im DACH-B2B willst und den Betriebsaufwand in Kauf nimmst.
  • BigCommerce ist die SaaS-Alternative mit vielen nativen Multichannel- und B2B-Funktionen ohne Wartungslast.
  • Plentymarkets' Stärke ist die native Warenwirtschaft samt Marktplatz-Anbindung. Die Frage ist, ob dein Geschäft diese Tiefe wirklich braucht.

Warum suchen Händler eine Plentymarkets-Alternative?

Die meisten wechseln nicht, weil Plentymarkets schlecht ist, sondern weil die All-in-One-Schwere ihr Geschäft ausbremst. Plentymarkets (heute plentyONE) bündelt Shop, ERP und Multichannel in einem System. Das ist mächtig, aber für einen reinen Shop-Betreiber oft überdimensioniert.

Vier Gründe tauchen in der Praxis immer wieder auf:

  • Hohe Komplexität: Die Lernkurve ist steil, für viele Anpassungen brauchst du einen Plenty-Partner statt selbst Hand anzulegen.
  • Langsames Frontend: Performance ist bei Plentymarkets häufig die Schwachstelle, und langsame Ladezeiten kosten dich direkt Conversion.
  • Kosten aus Basis plus GMV: Neben der Basisgebühr fällt eine umsatzabhängige Komponente an, dazu die laufende Partner-Betreuung.
  • Abhängigkeit und Breaking Changes: Größere Updates können bestehende Prozesse brechen und binden wieder Zeit und Budget.

Unterm Strich zahlst du für einen Funktionsumfang, den viele Shops gar nicht ausschöpfen. Deshalb lohnt sich ein Blick auf schlankere Alternativen.

Was muss eine gute Plentymarkets-Alternative können?

Eine echte Alternative muss da schlanker werden, wo dich Plentymarkets Zeit und Nerven kostet, ohne dass du an Verkaufskraft verlierst. Bewerte jeden Kandidaten an denselben sechs Kriterien:

  • Gesamtkosten: Basisgebühr, umsatzabhängige Kosten, Hosting und laufende Betreuung zusammen.
  • Skalierbarkeit: Hält die Plattform bei Wachstum und Traffic-Spitzen mit?
  • Bedienbarkeit: Wie viel kannst du selbst umsetzen, ohne Partner oder Entwickler?
  • Wartungsaufwand: Wer kümmert sich um Updates, Betrieb und Breaking Changes?
  • Content und SEO: Reicht das System für deine Inhalte und bleiben deine Rankings beim Umzug erhalten?
  • Time-to-Market: Wie schnell bist du live und kannst Änderungen ausspielen?

An diesem Raster hängen die folgenden Vergleiche.

Die besten Plentymarkets-Alternativen im Überblick

Plentymarkets ist ein All-in-One-System mit ERP- und Multichannel-Fokus. Als Alternativen kommen deshalb nur ernsthafte Verkaufsplattformen infrage, keine Baukästen:

ShopsystemTypAb Preis/MonatHostingAm besten für
ShopifySaaS (gehostet)ab 36 €inklusiveFokussierte, schnelle Shops, die Marktplätze über Apps anbinden
JTLSelf-hostedShop kostenlosselbstHändler, für die die Warenwirtschaft im Kern bleiben muss
Adobe Commerce (Magento)Self-hosted / PaaShohe Lizenz/JahrselbstSehr großes, individuelles Enterprise-B2B mit Dev-Team
ShopwareSelf-hostedCE kostenlosselbstSelf-hosted B2B im DACH-Mittelstand
BigCommerceSaaS (gehostet)ab ~35 €inklusiveSaaS-Fans mit vielen nativen Multichannel- und B2B-Funktionen

Reine Baukästen wie Wix oder Jimdo findest du hier bewusst nicht. Für einen Plentymarkets-Betreiber wären sie ein Rückschritt, kein gleichwertiger Ersatz.

Die Alternativen im Detail

Shopify: der schlanke Umstieg

Shopify ist eine SaaS-Plattform: Hosting, Updates, Sicherheit und Skalierung sind im Monatspreis enthalten. Statt eines schwergewichtigen All-in-One bekommst du eine fokussierte Verkaufsplattform, die genau das gut macht, was zählt: verkaufen.

Stärken:

  • Komplexität raus. Eine schlanke, bedienbare Plattform statt eines Systems, das dein Team ausbremst und Partner für jede Änderung braucht.
  • Schnelleres Frontend. Wo Plentymarkets oft langsam ist, liefert Shopify Speed und ein globales CDN von Haus aus, das hebt die Conversion.
  • Marktplätze bleiben. Amazon und eBay bedienst du über Apps weiter, nur aus einem deutlich schlankeren Setup.

Wo es Grenzen gibt: Die native Tiefe von Plentymarkets bei Warenwirtschaft und Marktplatz-Steuerung deckst du bei Shopify über ERP-Connectoren und Apps ab. Für sehr ERP-lastige Prozesse ist das ein bewusster Architekturwechsel, kein Ein-Klick-Umzug.

Für wen: Fokussierte Brands, die Tempo, einfache Bedienung und planbare Kosten wollen.

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Bevor du wechselst, lohnt ein nüchterner Kostenvergleich. In unserem Shopsystem-Rechner siehst du in wenigen Minuten, was dich Plentymarkets im Gesamtbetrieb kostet und wo Shopify spart.

JTL: wenn die Warenwirtschaft im Kern bleiben soll

JTL kombiniert Shop und die weit verbreitete JTL-Wawi. Für Händler, deren Geschäft an der Warenwirtschaft hängt, ist das oft der naheliegendere Wechsel als ein reiner Shop.

  • Stärke: Native, ausgereifte Warenwirtschaft mit Marktplatz-Anbindung, stark im deutschen Markt.
  • Schwäche: Self-hosted, technischer Betrieb und ein weniger modernes Frontend bleiben dein Thema.
  • Für wen: Händler, die ihre ERP-Prozesse behalten wollen. Übrigens: Auch mit Shopify kannst du eine JTL-Wawi anbinden und trotzdem das Frontend modernisieren.

Adobe Commerce (Magento): das Enterprise-Schwergewicht

Adobe Commerce, früher Magento, ist die klassische Wahl für sehr große, hochindividuelle Shops mit komplexem B2B.

  • Stärke: Maximale Tiefe für individuelle Enterprise-Prozesse und großes B2B.
  • Schwäche: Lizenz, Infrastruktur und ein eigenes Dev-Team binden schnell hohe fünfstellige Beträge pro Jahr, der Betrieb ist aufwendig.
  • Für wen: Konzerne und große Händler mit eigenem Entwicklerteam. Hier ist Shopify nicht automatisch die bessere Wahl.

Shopware: self-hosted B2B im DACH-Raum

Shopware ist ein starkes, API-first aufgebautes System, besonders im B2B-Mittelstand.

  • Stärke: Sehr anpassbar, volle Code-Kontrolle, stark bei individuellen B2B-Anforderungen.
  • Schwäche: Self-hosted mit Hosting-Kosten und Major-Upgrades als Projekt, ähnlicher Betriebsaufwand wie bei Plentymarkets.
  • Für wen: Händler, die self-hosted Kontrolle wollen und das technische Team dafür haben.

BigCommerce: die SaaS-Alternative mit Multichannel-Tiefe

BigCommerce ist wie Shopify gehostet, bringt aber viele Funktionen nativ mit, für die es anderswo Apps braucht.

  • Stärke: Native Multichannel- und B2B-Funktionen, keine Wartungslast.
  • Schwäche: Kleineres App-Ökosystem als Shopify und geringere Verbreitung im DACH-Raum.
  • Für wen: Händler, die SaaS wollen und Wert auf viele eingebaute Funktionen legen.

Ändert plentyONE etwas an der Alternativen-Frage?

Nein. Plentymarkets firmiert inzwischen als plentyONE, doch die Gründe für einen Wechsel liegen im Betriebsmodell, nicht im Namen. Auch als plentyONE bleibt es eine schwergewichtige All-in-One-Plattform mit ERP-Kern, umsatzabhängigen Kosten und einer steilen Lernkurve.

Genau deshalb triggert der Begriff plentyONE Alternativen dieselben Kandidaten: Shopify als schlanke, schnelle Verkaufsplattform, JTL für den ERP-Fokus, Adobe Commerce fürs sehr große Enterprise und BigCommerce als SaaS mit Multichannel-Tiefe. Der neue Name ändert an dieser Auswahl wenig.

Plentymarkets vs. Shopify: der direkte Vergleich

Das ist für die meisten die entscheidende Gegenüberstellung. Hier die Kurzfassung:

KriteriumPlentymarketsShopify
ModellSaaS All-in-One (Shop, ERP, Multichannel)SaaS, fokussierte Verkaufsplattform
Einstiegskostenab ~200 €/Monat Basis plus GMV-Gebührenab 36 €/Monat, alles inklusive
Hosting und Updatesgemanagt, aber Breaking Changesinklusive, automatisch
Wartungsaufwandmittel bis hochminimal
Bedienbarkeitsteile Lernkurve, sehr komplexaufgeräumt, ohne tiefes Technik-Know-how
Frontend-Performanceoft SchwachstelleSpeed und CDN out of the box
Warenwirtschaft und Marktplätzenativer Kernüber Connectoren und Apps
Am besten fürERP- und marktplatzlastige Multichannel-Händlerfokussierte, skalierende Brands

Den ausführlichen Kopf-an-Kopf-Vergleich mit allen Details zu Kosten, ERP und Performance findest du in unserem Beitrag Shopify oder Plentymarkets im direkten Vergleich. Einen Überblick über alle gängigen Systeme gibt der Shopsystem-Vergleich.

Für wen lohnt sich welche Alternative?

Die richtige Wahl hängt an deinem Profil, nicht an einem pauschalen Sieger.

Dein Profil / AnforderungEmpfehlung
Fokussierter Shop, Tempo und einfache BedienungShopify
Warenwirtschaft muss der Dreh- und Angelpunkt bleibenJTL oder bei Plentymarkets bleiben
Sehr großes, individuelles Enterprise-B2BAdobe Commerce
Self-hosted Kontrolle im DACH-B2BShopware
Viele Marktplätze, aber schlankeres Setup gewünschtShopify mit Marktplatz-Apps

Für den größten Teil der fokussierten Shops führt der Weg zu Shopify, weil das Verhältnis aus Tempo, Bedienbarkeit und Kosten am besten passt.

Was kostet der Wechsel von Plentymarkets?

Das hängt von der Größe deines Shops ab, von der Zahl der Produkte, deinen Marktplatz-Anbindungen und der Komplexität deiner Prozesse. Einen festen Pauschalpreis gibt es also nicht.

Zwei Dinge helfen dir bei der Einordnung. Erstens der Shopsystem-Rechner, der dir zeigt, was dich dein aktuelles System im Gesamtbetrieb kostet. Zweitens unsere Erfahrung als auf die Shopify-Migration spezialisierte Agentur aus über 45 Umzügen: Ein sauberer Wechsel ist planbar, wenn Daten, Redirects und Rankings von Anfang an mitgedacht werden. Wie das für Plentymarkets konkret abläuft, liest du auf unserer Seite zur Plentymarkets zu Shopify Migration.

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Klär vor dem Wechsel, welche Prozesse wirklich im ERP bleiben müssen. Oft reicht es, die Warenwirtschaft per Connector anzubinden, statt die gesamte All-in-One-Logik neu abzubilden.

Fazit: Welche Plentymarkets-Alternative passt zu dir?

Plentymarkets ist mächtig, für reine Shop-Betreiber aber oft zu komplex und im Frontend zu langsam. Shopify nimmt diese Komplexität heraus und liefert Tempo von Haus aus, während du Amazon und eBay über Apps weiterhin bedienst. Für fokussierte Brands ist das meist der schlankere und schnellere Weg.

Die Ausnahme: Wenn deine Warenwirtschaft der Dreh- und Angelpunkt ist, kann JTL die bessere Wahl sein, und für sehr großes, individuelles Enterprise-B2B spielt Adobe Commerce seine Stärken aus. Wer self-hosted Kontrolle über alles stellt, ist bei Shopware gut aufgehoben.

Du bist dir unsicher, ob sich der Wechsel für deinen Shop rechnet? Wir migrieren deinen Plentymarkets-Shop zum Festpreis und sorgen dafür, dass Daten und Rankings den Umzug überstehen. Hol dir deine kostenlose Analyse.

FAQ Häufig gestellte Fragen
Was ist die beste Plentymarkets-Alternative?
Für die meisten Händler ist Shopify die beste Alternative, weil das System schlanker, schneller und wartungsfrei ist und Marktplätze wie Amazon und eBay sich über Apps weiter anbinden lassen. Muss die Warenwirtschaft im Kern bleiben, kann JTL besser passen.
Was sind plentyONE Alternativen?
Dieselben wie für Plentymarkets, denn plentyONE ist nur der neue Name. Infrage kommen Shopify als schlanke SaaS-Plattform, JTL für den ERP-Fokus, Adobe Commerce fürs Enterprise und BigCommerce als SaaS mit Multichannel-Tiefe.
Ist Shopify besser als Plentymarkets?
Es kommt auf dein Profil an. Shopify ist schneller, einfacher zu bedienen und wartungsfrei. Plentymarkets ist stärker, wenn du eine tiefe native Warenwirtschaft und Marktplatz-Steuerung in einem System brauchst. Für fokussierte Shops überwiegen die Vorteile von Shopify.
Kann ich meine Marktplätze nach dem Wechsel zu Shopify behalten?
Ja. Amazon, eBay und weitere Kanäle bindest du über Apps und Connectoren an Shopify an. Du gibst deine Marktplatz-Präsenz also nicht auf, arbeitest aber aus einem schlankeren Setup heraus.
Was kostet der Umstieg von Plentymarkets zu Shopify?
Das hängt von Shopgröße, Produktzahl und Prozessen ab, einen Pauschalpreis gibt es nicht. Wir migrieren zum Festpreis. Was dich dein aktuelles System kostet, zeigt unser Shopsystem-Rechner.

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