BigCommerce oder Shopify? Direkter Vergleich 2026

BigCommerce vs Shopify im direkten Vergleich. Kosten, Tarif-Upgrades, Checkout und App-Ökosystem. Finde heraus, welche SaaS-Plattform zu deinem Shop passt.

Richard Roth

Richard Roth

SEO & GEO Strategist

9. Juli 2026

8 Min. Lesezeit

BigCommerce vs Shopify Vergleich

Du stehst vor der Entscheidung: BigCommerce oder Shopify? Beide sind gehostete SaaS-Plattformen und auf den ersten Blick ähnlich. Im Alltag zeigen sich die Unterschiede aber deutlich, vor allem bei Tarifmodell, Checkout und App-Ökosystem. Wir vergleichen beide aus der Praxis und zeigen dir, worauf es bei der Entscheidung wirklich ankommt. Einen Überblick über weitere Systeme findest du in unserem Shopsystem-Vergleich.

Das Wichtigste in Kürze

  • BigCommerce ist eine gehostete SaaS-Plattform mit vielen nativen Funktionen und ohne Transaktionsgebühren, hebt deinen Tarif aber automatisch an, sobald du eine Umsatzschwelle überschreitest.
  • Shopify ist ebenfalls gehostet, punktet aber mit dem größten App-Ökosystem und dem bestkonvertierenden Checkout am Markt (Shop Pay).
  • Beim Ökosystem liegt Shopify klar vorn: mehr Apps, mehr Themes, mehr Agenturen und Entwickler.
  • BigCommerce hat einen echten Vorteil bei nativem B2B und den fehlenden Transaktionsgebühren. Für die meisten wachsenden Brands überwiegen aber Shopifys Reichweite und Conversion.

Shopify und BigCommerce: zwei SaaS-Plattformen im Vergleich

Anders als bei einem Vergleich mit einem self-hosted System geht es hier nicht um Server oder Hosting. Beide Plattformen nehmen dir den technischen Betrieb komplett ab: gehostet, automatisch aktualisiert und sicher.

Der Unterschied liegt in der Philosophie. BigCommerce setzt auf viele native Funktionen und verzichtet auf Transaktionsgebühren, koppelt seine Tarife aber an deinen Jahresumsatz. Shopify hält die Kernplattform schlanker und lässt dich über das riesige App-Ökosystem erweitern, dafür bekommst du den ausgereiftesten Checkout und die größte Reichweite im E-Commerce.

Für die Entscheidung heißt das: Es geht weniger um „wer kann was”, sondern um Ökosystem, Conversion und wie planbar deine Kosten mit dem Wachstum bleiben.

Kosten im Vergleich: Was zahlst du wirklich?

Beide Plattformen arbeiten mit klaren Monatspreisen. Der Teufel steckt bei BigCommerce in den Umsatzschwellen.

BigCommerce Kosten

BigCommerce startet mit dem Standard-Plan bei rund 39 US-Dollar im Monat, Plus liegt bei etwa 105 und Pro ab etwa 399 US-Dollar. Ein echtes Plus: BigCommerce erhebt keine Transaktionsgebühren, egal welchen Zahlungsanbieter du nutzt.

Der Haken: Jeder Tarif hat ein jährliches Online-Umsatzlimit. Überschreitest du es, stuft BigCommerce dich automatisch in den nächsthöheren, teureren Plan hoch. Dein Erfolg treibt also direkt deine Fixkosten.

Shopify Kosten

Shopify arbeitet mit einem festen Preismodell. Der Basic-Plan kostet etwa 36 Euro pro Monat bei jährlicher Zahlung, der Shopify-Plan etwa 105 Euro, der Advanced-Plan etwa 384 Euro. Die Tarife sind nicht an deinen Umsatz gekoppelt.

Mit Shopify Payments entfallen die Plattform-Transaktionsgebühren, du zahlst nur die üblichen Kartengebühren. Nutzt du einen externen Zahlungsanbieter, kommt ein kleiner Aufschlag hinzu.

Kostenvergleich in der Praxis

KostenartBigCommerceShopify (Basic)
Basistarifca. 39 USD/Monatca. 36 Euro/Monat
Transaktionsgebührkeine0 % mit Shopify Payments
Tarif-Upgrade bei Umsatzautomatisch erzwungennein
App-Kosteneher höher (kleineres Angebot)breites, oft günstigeres Angebot
Hosting & Updatesinklusiveinklusive
📌

Rechne bei BigCommerce nicht nur den heutigen Tarif, sondern auch die nächste Umsatzschwelle mit. Wenn du planst zu wachsen, ist der erzwungene Tarifsprung ein realer Kostenfaktor, den Shopify so nicht kennt.

Warum hebt BigCommerce meinen Tarif automatisch an?

Das ist der Punkt, an dem sich viele BigCommerce-Händler reiben. BigCommerce definiert für jeden Plan eine maximale Online-Umsatzgrenze pro Jahr. Wächst dein Shop über diese Grenze, wirst du automatisch in den nächsthöheren Tarif verschoben, unabhängig davon, ob du dessen Zusatzfunktionen überhaupt brauchst.

In der Praxis bedeutet das: Gerade in der Wachstumsphase, in der du eigentlich investieren willst, steigen deine Plattformkosten sprunghaft. Bei Shopify entkoppelt sich der Preis von deinem Umsatz. Du bleibst auf deinem Tarif, solange dessen Funktionen reichen, und entscheidest selbst, wann du wechselst.

Für planbare Budgets ist dieser Unterschied oft wichtiger als der reine Einstiegspreis.

App-Ökosystem und Themes: Wer bietet mehr?

Hier liegt Shopifys größter struktureller Vorteil.

Der Shopify App Store umfasst über 8.000 Apps für praktisch jeden Anwendungsfall, dazu ein riesiges Angebot an Themes und ein weltweites Netz aus Agenturen und Entwicklern. Wenn du eine Funktion brauchst, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es dafür bereits eine ausgereifte Lösung gibt.

BigCommerce bringt von Haus aus viele Funktionen mit, die bei Shopify eine App erfordern. Das App- und Theme-Angebot ist aber deutlich kleiner, und es gibt spürbar weniger spezialisierte Agenturen. Für Standard-Anforderungen reicht das, bei individuellen Wünschen stößt du schneller an Grenzen.

Checkout und Conversion: der Shop-Pay-Vorteil

Am Ende entscheidet der Checkout über deinen Umsatz, und hier hat Shopify ein starkes Argument.

Shop Pay ist Shopifys beschleunigter Checkout mit gespeicherten Zahlungs- und Versanddaten. Er gilt als einer der bestkonvertierenden Checkouts im E-Commerce und wird über das gesamte Shopify-Netzwerk hinweg wiedererkannt, was Wiederkäufe erleichtert.

Der BigCommerce-Checkout ist solide und lässt sich anpassen, erreicht aber nicht dieselbe Conversion-Optimierung und Netzwerkwirkung. Bei gleichem Traffic macht dieser Unterschied über das Jahr einen spürbaren Umsatzbetrag aus.

SEO und Performance

Beide Plattformen bieten solide SEO-Grundlagen: anpassbare Meta-Titel, Beschreibungen, URLs und saubere technische Basis.

Bei der Performance liefern beide über globale CDNs schnelle Ladezeiten. Shopify profitiert zusätzlich von der ständigen Weiterentwicklung des Checkouts und der Storefront-Technologie. In der Praxis nehmen sich beide bei den Core Web Vitals wenig, solange dein Theme sauber gebaut ist.

Der Unterschied entsteht weniger bei der reinen Technik als bei den Content- und Marketing-Möglichkeiten, die dir das größere App-Ökosystem von Shopify eröffnet.

Wann ist BigCommerce die bessere Wahl?

BigCommerce macht Sinn, wenn du:

  • Viel natives B2B brauchst und nicht auf Shopify Plus wechseln willst
  • Auf null Transaktionsgebühren bei einem externen Zahlungsanbieter angewiesen bist
  • Mit den nativen Funktionen auskommst und wenig Apps einsetzt
  • Einen stabilen, mittelgroßen Umsatz ohne aggressive Wachstumspläne hast

BigCommerce spielt seine Stärken aus, wenn du viele Funktionen nativ willst und die Umsatzschwellen für dich kein Thema sind.

Wann ist Shopify die bessere Wahl?

Shopify macht Sinn, wenn du:

  • Planbare Kosten ohne umsatzgetriebene Tarifsprünge willst
  • Den bestkonvertierenden Checkout und maximale Conversion priorisierst
  • Auf das größte App- und Theme-Ökosystem angewiesen bist
  • International skalieren und mehrere Kanäle bedienen willst
  • Ein starkes Netz aus Agenturen und Entwicklern im Rücken haben möchtest

Shopify ist meist die bessere Wahl, wenn Wachstum, Conversion und Flexibilität im Vordergrund stehen.

Der Wechsel von BigCommerce zu Shopify

Vielleicht nutzt du bereits BigCommerce und überlegst, ob ein Wechsel sinnvoll ist, etwa weil die nächste Umsatzschwelle näher rückt oder dir das Ökosystem zu eng wird.

Die Migration von BigCommerce zu Shopify ist gut machbar, weil beide Plattformen gehostet sind. Produkte, Varianten, Kunden und Bestellhistorie werden übertragen, Customer Groups und Price Lists auf Shopify B2B oder passende Apps gemappt und alle URLs per lückenloser Redirect-Map weitergeleitet, damit deine Rankings erhalten bleiben.

Mit dem richtigen Konzept nutzt du die Migration als Chance: raus aus den Umsatzschwellen, rein in ein Ökosystem, das mit dir wächst. Wir bei Store2x haben uns auf genau diese Migrationen zu Shopify spezialisiert. Wenn du überlegst, ob ein Wechsel für dich sinnvoll ist, kannst du eine kostenlose Potenzialanalyse anfragen.

Fazit

BigCommerce oder Shopify? Beide sind starke SaaS-Plattformen. BigCommerce überzeugt mit vielen nativen Funktionen, nativem B2B und ohne Transaktionsgebühren, koppelt seine Preise aber an deinen Umsatz. Shopify bietet planbarere Kosten, den bestkonvertierenden Checkout und das mit Abstand größte Ökosystem. Für die meisten wachsenden Brands ist Shopify deshalb der zukunftssicherere Weg.

FAQ Häufig gestellte Fragen
Hat BigCommerce wirklich keine Transaktionsgebühren?
Ja, das ist ein echter Vorteil von BigCommerce: Es erhebt auf keinem Plan Plattform-Transaktionsgebühren, auch nicht bei externen Zahlungsanbietern. Shopify verzichtet mit Shopify Payments ebenfalls auf die Plattformgebühr, bei externen Anbietern kommt dort ein kleiner Aufschlag hinzu.
Warum wird mein BigCommerce-Tarif automatisch teurer?
BigCommerce koppelt jeden Plan an ein jährliches Online-Umsatzlimit. Überschreitest du es, wirst du automatisch in den nächsthöheren, teureren Tarif hochgestuft. Shopify koppelt den Preis nicht an den Umsatz, du bleibst auf deinem Tarif, solange dessen Funktionen reichen.
Ist der Shopify-Checkout wirklich besser als der von BigCommerce?
Shop Pay gilt als einer der bestkonvertierenden Checkouts im E-Commerce, unter anderem durch gespeicherte Daten und die Wiedererkennung im gesamten Shopify-Netzwerk. Der BigCommerce-Checkout ist solide, erreicht aber nicht dieselbe Conversion-Wirkung.
Bleiben meine Rankings beim Wechsel zu Shopify erhalten?
Ja, mit einer lückenlosen Redirect-Map und sauberen 301-Weiterleitungen bleiben deine Rankings erhalten. Wir dokumentieren vor der Migration alle URLs und übertragen zusätzlich alle Meta-Daten.
Was passiert mit meinen Customer Groups und Price Lists?
Diese B2B-Strukturen bilden wir auf Shopify ab, entweder nativ über Shopify B2B auf Shopify Plus oder über bewährte Wholesale-Apps. So bleiben kundenspezifische Preise und Zugänge erhalten.

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